Referenten des Medienforum Mittweida: Leo Fischer

Mit 28 Jahren ist er bereits Kapitän eines Schiffs. Es handelt sich in seinem Fall aber um keinen echten Dampfer: Die Rede ist vom deutschen Satiremagazin Titanic und dessen Chefredakteur Leo Fischer. Beim Medienforum Mittweida 2009 wird er einen Vortrag zum Thema “Zwischen Witz und Ernst: Satire will gelernt sein” halten und an der Diskussion “Pressefreiheit vs. Wirtschaftserfolg” teilnehmen.

Leo Fischer

Leo Fischer - Titanic-Chefredakteur. (Foto: L. Fischer)

Der gebürtige Münchner studierte in Berlin und Lausanne Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft, Philosophie und Publizistik und schloss 2005 mit einer Arbeit über den deutschen Schriftsteller Jean Paul ab. Heute lebt Leo Fischer in Frankfurt am Main, wo sich auch der Redaktionssitz der Titanic befindet. 2007 war er noch Praktikant des Magazins. Vor über einem Jahr trat er dann die Nachfolge von Thomas Gsella als Chefredakteur an.

Mit einer Auflage von 99.760 Exemplaren kann sich das Satiremagazin sehen lassen. Bekannt ist das Heft dafür, inhaltliche und rechtliche Grenzen von Satire durch spektakuläre Aktionen und Beiträge auszureizen. Und das hat seinen Preis: viele Unterlassungsklagen und Strafanzeigen von meist prominenten Opfern. Seit der Titanic-Gründung vor 30 Jahren wurden insgesamt 35 Ausgaben verboten. Wer auffallen will, muss provozieren und Leo Fischer weiß auch wie. Der Chefredakteur ist nebenbei Vorstandsmitglied der Partei “Die PARTEI” (Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative).

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