Referenten des Medienforum Mittweida: Dr. Udo Reiter

Ethik und Moral werden immer mehr aus dem Fernsehen verbannt: Die Engländerin Jade Goody ließ die Medien minutiös an ihrem Krebsleiden teilhaben - bis zum Tod. Selbst für einen Privatsender war diese Extrem-Reportage etwas Neues in der Medienwelt. Aber darum geht es ja: Schocken durch Tabubruch. Udo Reiter, Intendant des MDR, wird am 11. November in “Ethik vs. Entertainment” mitdiskutieren, ob der Werteverfall in den Medien unaufhaltsam voranschreitet.

Udo Reiter

Dr. Udo Reiter - MDR Intendant. (Foto: U. Reiter)

Als Vertreter der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten setzt Reiter nicht auf Skandale, sondern auf gut recherchierte und objektive Berichterstattung. Seit seinem Amtsantritt 1991 als Intendant des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) wurde er dreimal in Folge wiedergewählt und bleibt somit bis voraussichtlich 2015 Leiter der Drei-Länder-Anstalt.

Nachdem Reiter zwei Jahre lang den Vorsitz bei der ARD innehielt, fungiert er dort nun als “Filmintendant”. Außerdem arbeitet er als Vorsitzender des Aufsichtsrates für Degeto Film GmbH.

Doch der jetzige MDR-Intendant hat nicht nur im Fernsehen Erfolgsgeschichte geschrieben. Nach seinem Studium zog es den promovierten Geisteswissenschaftler zum Radio. Vom Volontär beim Bayerischen Rundfunk (BR) über den Posten des Chefredakteurs stieg er zum Hörfunkdirektor auf. Mit “B5-aktuell” führte er den ersten Nachrichtenkanal im deutschen Rundfunk ein. Aufgrund seiner Expertise wurde Reiter 1995 auch zum Honorarprofessor für Radiolehre an die Hochschule Mittweida bestellt.

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