Ab wann gehen Medien unter die sprichwörtliche Gürtellinie, was die Berichterstattung angeht? Mit dieser und anderen Fragen rund um die Medienethik beschäftigt sich Professor Rainer Leschke seit vielen Jahren. Bei der Diskussion “Ethik vs. Entertainment - Sensationsgeilheit ohne Grenzen” wird er anhand seiner Forschungsergebnisse dazu argumentieren.

Prof. Rainer Leschke - Bei der Diskussion "Ethik vs. Entertainment - Sensationsgeilheit ohne Grenzen". (Foto: R. Leschke)
Rainer Leschke studierte Germanistik und Philosophie an der Ruhr-Universität Bochum und promovierte dort 1986 mit einer Arbeit über das Verhältnis von Hermeneutik und Poststrukturalismus. Mit einer Analyse der Reproduktionszyklen literarischer Texte habilitierte er sich vor elf Jahren an der Universität Siegen.
Der 53-Jährige lehrte im Fach Medienwissenschaften an den Universitäten Siegen, Bochum, Klagenfurt, Innsbruck und Basel und ist gegenwärtig Prodekan für Studium und Lehre im Fachbereich 3 “Sprach-, Literatur- und Medienwissenschaft” der Universität Siegen. Seine Forschungsschwerpunkte liegen insbesondere im Bereich von Medientheorie, Medienethik und Medienanalyse.
Des Weiteren gibt es dazu Publikationen Leschkes, speziell zu Fragen der Theorie der Geisteswissenschaften sowie der Formdynamiken in Mediensystemen. Die systematischen und wissenschaftstheoretischen Probleme der Medienwissenschaften, zentrale Aspekte der medienwissenschaftlichen Selbstreflexion sowie die Probleme der Ausdifferenzierung eines medientheoretischen Wissenssystems sind Schwerpunkte seiner Arbeit.