In Deutschland ist das Recht auf Pressefreiheit in Artikel fünf des Grundgesetzes verankert. Dennoch landet unser Staat nur auf Platz 20 einer internationalen Rangliste der Organisation “Reporter ohne Grenzen”. Was sind die Ursachen für das vergleichsweise schlechte Abschneiden gegenüber Ländern wie Island, Norwegen oder Kanada? Gibt es in unserem Land “demokratische Defizite”?
Hagen Tober, Produzent internationaler Fernsehreportagen für Deutsche Welle TV, wird genau diese Fragen als Moderator des Panels “Zwischen Aufklärung und Zensur - Die Pressefreiheit im internationalen Vergleich” an die Diskutanten in der Runde stellen.
Tober wurde am 15. März 1964 in Riesa (Sachsen) geboren. Nach seinem Abitur studierte er zunächst Lehramt Mathematik/Physik an der Landeshochschule Potsdam. Erst während der Erstellung seiner Diplomarbeit erkannte er seine Neigung zum Journalismus. Direkt im Anschluss an sein Studium 1991, war er als freischaffender Journalist tätig und ist es bis heute. Zunächst schrieb er für die “Rheinische Post” sowie die “Meissner Tagespost”. Auch als Hörfunk-Korrespondent war er unter anderem für Antenne Bayern sowie Radio Hamburg tätig. Er arbeitete im Bereich Fernsehen für Sender wie MDR, SFB, NDR und RTL.
Seit 1998 ist Hagen Tober hauptsächlich für Deutsche Welle TV als Produzent internationaler TV-Reportagen tätig. Im Zuge seiner Recherchen berichtete er vom Balkan, aus dem Sudan und aus Ostasien. Journalistische Einschränkungen und Unfreiheiten in diesen Gebieten der Erde will der Moderator während der Diskussion ebenfalls zur Sprache bringen. An eigenen Erfahrungen mangelt es Hagen Tober jedenfalls nicht.
Dass die Aufgabe, frei zu berichten, zur Lebensgefahr werden kann, belegen die aktuellen Zahlen, die durch “Reporter ohne Grenzen” publiziert werden: Allein in diesem Jahr wurden bereits 33 Journalisten getötet und 270 Medienschaffende inhaftiert. Laut Tober soll auch dieses Thema nicht verschwiegen werden.
Die Problematik ist umfangreich, spannend und brisant. Viele Erfahrungsberichte der geladenen Diskutanten werden zu hören sein. “Schade, dass die Diskussion zeitlich limitiert ist”, kommentierte der Moderator des Panels, Hagen Tober, denn er weiß, von wie vielen Schicksalen es zu berichten gäbe.
