Die sozialen Netzwerke und Gemeinschaften im Internet haben sich längst vom Spielplatz zum ernstzunehmenden Medium entwickelt. Warum die Social Communities für die Mediapläne großer Unternehmen zukünftig existentiell sind, erklärte Jan Pötzscher von der azionare GmbH in seinem Vortrag “Social Media”.

Jan Pötzscher erklärt, warum die Social Communities für die Mediapläne großer Unternehmen zukünftig existentiell sind. (Foto: J. Pötzscher)
Inzwischen passiert an den Bildschirmen der Internet-User wesentlich mehr als noch vor zehn Jahren. Das Web 2.0 zog in die Köpfe der Menschen ein und hat klassische Kommunikationsformen, wie beispielsweise das Versenden von Kurzmitteilungen, von den Top-Plätzen verdrängt. Die Nutzer gestalten ihren virtuellen Wirkungsbereich jetzt aktiv mit und treffen sich in so genannten sozialen Netzwerken. Da treffen sie sich zum Plaudern, kümmern sich um fiktive Farmen und stalken Freundesfreunde. Alles perfekt gesellschaftlich, nur die Industrie schien dabei bisher auf der Strecke geblieben zu sein.
Aber das World Wide Web bietet genug Platz für alle Aspekte der Selbst- und eben auch Unternehmensdarstellung. Da bekommen Social Communities im Handumdrehen ein bisschen geschäftstüchtigen Input und wandeln sich allmählich zur Commercial Community mit geselligem Aspekt.
“Twittern gehört für Unternehmen inzwischen zum guten Ton”, so Pötzscher. “Aber es macht für Unternehmen keinen Sinn, nur in einem Netzwerk zu sein” erklärt er weiter. Klar, denn wer hohe Reichweiten generieren möchte, muss in der ganzen virtuellen Welt präsent sein. Allerdings subtil, denn das aus dem Push-Marketing bekannte Gefälle zwischen Sender und Rezipienten existiert im Social Media nicht mehr. Die Nutzer von einst haben sich mittlerweile zu mündigen Content-Produzenten entwickelt. Kurz: Was nicht gefällt, wird abgeklickt oder anonym durch den Kakao gezogen.
Damit für beide Seiten eine Win-Win-Situation entsteht, müssen sich die Unternehmen also an einige Spielregeln halten. Diese lauten: Respekt, konstruktiver Austausch und kundenorientierte Kommunikation.